SOziales Engagement
Was passiert eigentlich mit dem Spendengold unserer Praxis?
Mir ist es eine Herzensangelegenheit, ihr gespendetes Zahngold in Projekte zu geben, bei denen ich/wir selbst Hand angelegt haben.
Da gibt es zwei langjährige Engagements und mehrere einmalige Projekte, von denen ich Ihnen gern ein wenig mehr erzählen möchte. Nicht jede Spende kommt aus der Praxis, manches ist privat organisiert, wenn es einfach nicht reicht, aber alles kommt von Herzen und so lernen Sie mich auch ein wenig besser kennen!
Waisenhaus Südafrika
Seit mehr als 10 Jahren reisen mein Mann und ich ins südliche Afrika und unterstützen dort Projekte, bei denen wir persönlich dabei waren und/oder sind. Daher wissen wir auch sehr genau, was mit dem Geld passiert. Regelmäßig sind wir z. B. in der Bushveld Mission in Vaalwater/Limpopo/Südafrika.
Dieser besondere Ort bietet verwaisten Kindern oder denen, deren Familien sie aus den verschiedensten Gründen nicht gut oder ausreichend ernähren können, ein wirklich liebevolles Zuhause.
Das Schild über dem Eingangstor „Love brings you back into life“ wird hier im beschaulichen Vaalwater wirklich gelebt. Diese christlich geführte Mission wird von Freiwilligen betreut, die ihr Leben der Unterstützung und dem Schutz der Kinder widmen.
Einige von ihnen sind schon viele Jahre vor Ort, manche bleiben nur ein paar Monate…und wir haben Viele von ihnen in unser Herz geschlossen.
Unsere selbstgewählte Aufgabe ist es, diesen Kindern Zugang zur Zahnhygiene zu ermöglichen, ähnlich unserem Programm der Schul- und Kindergartenzahnärzte/innen. Dort gibt es keine Versicherung, die den Kindern eine zahnmedizinische Grundversorgung oder Prophylaxe sichert. Und da kommen wir ins Spiel.
Unterstützt vom Verein für Zahnhygiene versuchen wir 1x/Jahr vor Ort zu sein und haben ausreichend Kinderzahnbürsten, Zahnpasta, Becher und Dinge wie kleine Sanduhren, Anfärbetabletten etc. dabei.
An dieser Stelle einen großen Dank für die jahrelange Unterstützung an den Verein!
Und dann wird im Gemeinschaftsraum oder draußen im Freien unterrichtet. Es gibt Informationen warum wir putzen, wie lange und was passiert, wenn wir es nicht tun. Besonders geliebt haben die Kinder die Geschichte von Bob, dem Zahn. Eine Bildergeschichte, die meine ZFA Julia Schrader aus ihrer Zeit im schulzahnärztlichen Bereich beigesteuert hat. Herrlich!!
Und wenn wir dann wiederkommen und die 3 wichtigen Fragen stellen:
Wie oft und wie lange soll man mindestens putzen?
Darf ich meine Zahnbürste mit Jemandem teilen?
Darf ich nach dem Zähneputzen abends noch etwas essen ?
Dann schallt es wie ein kleiner Chor mit den richtigen Antworten…und wir denken: „Alles richtig gemacht!“.
Und natürlich wird dann gemeinsam geputzt!
Einige der Kinder, die wir von klein auf kennen wie Amos, Percy oder Kia helfen inzwischen, die Zeit zu nehmen (3 Minuten und nach 30 Sek. wechseln), den Kleineren zu helfen und lustig die Augen zu verdrehen, wenn Dreikäsehoch Rosa vor lauter Zahnpastaschaum gar kein Gesicht mehr hat.
Ebenso bringen wir, unterstützt von der Fa. Bad Reichenhall, fluoridiertes Speisesalz mit, damit beim täglichen Kochen jeder seine Portion abbekommt. Auch dafür: Herzlichen Dank!!!
Unsere Apothekerin, Frau Vogler, aus der Fockbeker Apotheke hat uns den Kontakt zum Kräuterhaus Skt. Bernhard gegeben, wo wir Vitamintabletten für Kinder bestellen, die eine ausgewogene Unterstützung für Kinder und Jugendliche sind, um eine gesunde Entwicklung zu fördern.
Und jedes Mal, wenn wir schwer bepackt nach Johannesburg fliegen, legen wir ein Schreiben für den dortigen Zoll in die Koffer, in der Hoffnung, daß sie die Tabletten und anderen Mitbringsel nicht konfiszieren…bis jetzt hatten wir Glück.
Und falls Sie glauben, wir bringen nur Gesundheitsprodukte mit??? Weit gefehlt. Schon Monate im Voraus beginnt die Kontaktaufnahme mit der Anfrage, was dringend benötigt wird. So sind es einmal Schulsocken, Taschenrechner oder White Boards, mal sind es Kräuter, Gemüsepflanzen und Saatgut, weil die Schweine in der Pandemie den Gemüsegarten geplündert haben.
Die Schweine gibt es inzwischen nicht mehr, und wir haben fast sämtliche Gartencenter und Gärtnereien zwischen Johannesburg, Pretoria und Bela Bela kennengelernt (Einführen dürfen wir Pflanzen aus Deutschland nicht. )…und es ist dort nicht so, dass jeder Laden alles vorrätig hat…man muss schon ein wenig suchen, Kontakte knüpfen und wie überall in Afrika…Geduld haben :-)
Und Dank Owen (einer der Freiwilligen vor Ort) erstrahlt der Garten jetzt im neuen Glanz! Ein toller Erfolg!
Alles andere aber bringen wir tatsächlich mit runter. Murmeln und Fußbälle stehen im Übrigen ganz hoch im Kurs.
Und klar spielen wir mit: Fußball, Volleyball, Seilspringen und Turnen…beantworten 1000 Fragen, Knuddeln und Toben… besonders freuen wir uns über Fragen wie: „Sind die Eier in Deutschland auch rund?“, aber es geht auch um Corioliskraft und Geografie. Und gemeinsam gekocht wird auch. Ein toller Mix.
Nach so einem Tag sind wir dann zwar erledigt – aber glücklich!
Tierheim Uhlenkrog Kiel
Seit mehreren Jahren verbringe ich meine Freizeit regelmäßig im Tierheim Uhlenkrog. Und zwar so regelmäßig, dass ich nicht mehr bei den Ehrenämtlern geführt werde, sondern im Personalplan.
Ich kümmere mich hauptsächlich um den Tierschutzhausbereich der Katzen, habe aber schon alle Bereiche vom Säubern der Hundezwinger, Kaninchenställe, Vogelkäfige und der Quarantänestation durchlaufen. Auch bei der 750-Jahresfeier Kronshagen 2022 im Rahmen eines Infostands waren wir mit dem Tierheim vertreten.
Dadurch weiß ich aus erster Hand, wo es im Tierheim fehlt, welches sich ausschließlich über Spenden finanziert.
Während der Pandemie hat die Praxis, also auch Sie mit Ihren Spenden, dem Tierheim Rendsburg und dem Tierheim Kiel jeweils 1000,-€ gespendet!
Ein großes Dankeschön an Sie Alle!
Derzeit geht es darum, einen Sonnenschutz für den oben gelegenen Katzenbereich zu organisieren. Den Vierbeinern geht es bei den zunehmend steigenden Temperaturen schon bei wenigen Grad Celsius weniger, bereits deutlich besser. Ein erster Schritt war die aus Spenden generierte Anschaffung von Kühlmatten.
Ich bleibe weiter am Ball und halte Sie auf dem Laufenden!
Primatenprojekt Bambelela, Waterberg District, Südafrika
Die südliche Grünmeerkatze, sog. Vervet Monkeys, finden Schutz in Bambelela, einem abgelegenen Ort, um verletzte, verwaiste und unerwünschte, abgelegte "Haustier-Affen" aufzunehmen, zu Familienverbänden zu formen und nach einer Zeit von fast 5 Jahren, vom Menschen entwöhnt, wieder in Schutzgebiete zu entlassen, wo sie von da an ein wildes, freies Leben führen dürfen.
Vielen Einwohnern Afrikas sind diese wunderbaren kleinen Geschöpfe lästig, entwickeln sie sich doch zu lästigen Plagegeistern, die alles klauen, was nicht niet- und nagelfest ist.
Sie stürmen Küchen und Picknickplätze und gebärden sich äußerst wehrhaft, wenn man versucht, Ihnen einmal erbeutetes Essen wieder abzunehmen.
Jeder Safarigast kann sich an Schilder erinnern mit Aufschriften wie: „Monkey no see - Monkey no touch“
Schuld ist, wie so oft, der Mensch.
Aus Unwissenheit reichen Touristen diesen niedlichen, neugierigen Affen Bananen oder anderes Essen, das diese nur zu gern annehmen. Nun ist es aber so, dass in der Affenwelt der untergebene Affe in der strengen Familienhierarchie dem höher gestellten Familienmitglied Futter abzugeben hat. Und sobald die Affen also Futter von Menschen bekommen, rangieren wir automatisch rangniedriger, und haben fortan doch bitte ganz selbstverständlich Essen abzugeben. Ist doch klar, oder?
Das führt zu Mißverständnissen auf beiden Seiten. Affen werden gejagt, angefahren oder in Schlingen verletzt, niedliche Babyaffen entwickeln ein ungewolltes Eigenleben und „taugen“ nicht mehr als Haustier und vieles mehr.
Bambelela nimmt diese Affen auf, unterhält einen „Kindergarten“ zur Aufzucht der Kleinsten, behandelt verletzte Tiere, hilft psychisch traumatisierte Tiere zu resozialisieren und formt mit viel Fachkenntnis große Gruppen, aus denen sich im Lauf von ca. 5 Jahren Familienverbände entwickeln, bei denen der menschliche Kontakt nach und nach auf ein Minimum beschränkt wird.
Dann wird mit großen Wildtier-Reservaten Kontakt aufgenommen, ob es möglich ist, dort ein freies Rudel Affen in die Wildnis zu entlassen, was mit Transport und allem Drumherum eine Menge Arbeit ist.
Ein tolles Projekt. Wir durften mit den Kindergarten-Babyaffen spielen…ein Traum. Keine Hosentasche ist sicher, jeder Ärmel wird inspiziert…und 24/7 werden diese Affen von Freiwilligen betreut, nachts bekommen sie Windeln, damit beim Ankuscheln an die Ersatzmutter/Tierpfleger die Nacht nicht zu feucht wird….aber das ist auch die einzige Station, wo der absolute Kontakt erwünscht und notwendig ist.
Es gibt Affen, die aufgrund ihrer Verletzungen oder Traumata nicht freigelassen werden können. Diese dürfen bleiben, werden medizinisch versorgt und entwickeln nicht selten großartige Fähigkeiten, um anderen verstörten jüngeren Artgenossen zu helfen, sich zurechtzufinden. So eine ältere blinde Affendame, die mit Vorliebe die jungen Wilden unter ihre Fittiche nimmt und „erzieht“!
Absolut beeindruckend! Und wert unterstützt zu werden.

Weitere Informationen:
https://bambelela.org.za/
Makoa Farms, Kilimanjaro Animal Center for Rescue, Education and Wildlife, Tanzania
Ein sehr beeindruckender 1-wöchiger Aufenthalt auf der tierärztlichen Farm in Moshi, District Arusha hat uns nachhaltig geprägt.
In Sichtweite des Kilimanjaro kämpfen zwei deutsch/ungarische Tierärzte mit den Widrigkeiten der tansanischen Mentalität gegenüber Tieren und dem Bürokratiedschungel der Behörden, um Wildtieren ein Überleben zu sichern, zu heilen und ggf. aufzuziehen, um die Tiere später wieder in die Wildnis zu entlassen.
Die Wildtiere der Serengeti befinden sich allesamt im Besitz der Regierung. Die Tierärzte Elisabeth und Lazlo werden gerufen, wenn ein verletztes/verwaistes Wildtier gerettet werden muss. Da eine Erlaubnis des zuständigen District Officers eingeholt werden muss, der aber ab Freitagmittag im Wochenende ist, kann es passieren, dass ein Tier nicht rechtzeitig geborgen, behandelt oder eingefangen werden kann, da der zuständige Beamte nicht gestört werden darf.
Und wenn ein verwaister Elefant in der Auffangstation angekommen ist (auf Kosten der Farm), wird von der Regierung eine finanzielle Entschädigung verlangt, um die Erlaubnis zu bekommen, diesem Elefanten helfen zu dürfen.
Ein wenig verkehrte Welt in unseren Augen, aber so ist es nun einmal (TIA: this is africa )…und die beiden Tierärzte haben bislang Erstaunliches geleistet. Elli bildet Hunde aus im Spurensuchen nach Elefanten (sog. Elephanttracking). Wir durften sie beim Training begleiten, und kamen bei 1070m Höhe ordentlich ins Schnaufen. Das Schritttempo von ihr und den Hunden war enorm, die Ausdauer beeindruckend.
Elefantenwaisen werden von ihren Pflegern 24/7 durch den Busch begleitet. Zwar bleiben sie auf dem Gelände der Farm, aber diese ist mit 143 Hektar riesig. Die Kleinen werden mit großen Milchflaschen mit 10-15l Milch/Tag versorgt. Dabei handelt es sich um eine Spezialmischung, deren Pulver tatsächlich aus Deutschland eingeflogen wird.
Diese Kosten und viele mehr werden über Spenden und Fundraising generiert. Wir haben damals gespendet, um ein neues Haus/Gehege für die kleinsten der Elefantenwaisen zu bauen.
Wenn Sie Interesse am Engagement der Beiden haben, folgen Sie gern dem Link: https://kilicrew.org/
So erreichen Sie uns:
Zahnarztpraxis Fockbek Dr. med. dent. Sandra Luzniak-Jarr
Unsere Sprechzeiten:
Montag: 08:00 18:00 Uhr Dienstag: 08:00 18:00 Uhr Mittwoch: 08:00 13:00 Uhr Donnerstag: 08:00 18:00 Uhr Freitag: 08:00 13:00 Uhr
Innerhalb dieser Zeiten sind wir telefonisch erreichbar. Termine können nach Vereinbarung auch außerhalb dieser Sprechzeiten stattfinden.
In Urlaubszeiten und an Feiertagen können diese Zeiten abweichen.
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